Seit mehr als 10.000 Jahren verzehren Mittel- und Südamerikaner die Avocado, doch erst seit knapp 500 Jahren taucht sie in europäischen Aufzeichnungen auf. Heute gibt es über 400 Kultursorten, welche global angebaut werden. Geerntet werden jedes Jahr über 4,7 Millionen Tonnen Avocados, wovon fast ein Drittel aus Mexiko kommt.
Die früher auch als Butterbirne bezeichnete Frucht, wächst an bis zu 18 Meter hohen immergrünen Bäumen, die ein tropisches Klima bevorzugen. Avocadobäume fangen normalerweise nach vier Jahren an Früchte zu tragen, welche wie Fallobst zu Boden fallen und dort nachreifen. Essreif ist die Frucht, wenn Sie bei leichtem Druck auf die Haut nachgibt.
Die Frucht selbst weist einen auffallend hohen Fett- und Kaliumgehalt auf. Das Fett besteht dabei zu knapp 80 % Prozent aus ungesättigten Fettsäuren. Je nach Sorte variieren die Dicke, Farbe und Oberfläche der Haut. Für den Laien sind vor allem zwei Sorten leicht zu unterscheiden – ‚Hass‘ und ‚Fuerte‘:
Hass: elliptisch und braun-violette, raue Rinde
Fuerte: birnenförmig, Grün-grünbraune glatte Rinde
Der Siegeszug der Avocado begann im letzten Jahrzehnt im Zuge des Gesundheits-und Fitnesswahns. Sie ist trotz ihres stolzen Preises als Frucht aus kaum einem Supermarkt wegzudenken. Mittlerweile gibt es Drinks (alkoholisch u. alkoholfrei), Fast Food und auch clevere Kochideen mit der Komponente Avocado. Der schwer zu beschreibende Geschmack ist gesellschaftsfähig und führt zu einer hoffentlich baldigen Preissenkung. Wer bis dahin keine Lust hat 1,49 € für eine kiwi-große Avocado im Laden auszugeben, geht am Besten zum Obsthändler am Leopoldplatz.
Breit
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